
Lloyd Godson – Meeresbiologe, Aquanaut und Abenteurer
Ein bisschen verrückt ist er schon. Dafür spricht nicht nur sein kaum zu bändigender "mad scientist" Haarschopf, sondern vor allem seine verwegenen Aktionen. Der Australier Lloyd Godson ist nicht der klassische Wissenschaftler – der Meeresbiologe und Taucher sprüht nur so vor Abenteuerlust und spannenden Ideen. So will der 32-jährige zum Beispiel beweisen, dass Menschen auch längere Zeit unter Wasser leben können.
Lloyd Godson studierte Meeresbiologie in Australien, Kanada und Neuseeland. Schon während seiner Studienzeit entwickelte er den Traum vom Leben unter Wasser. „Das geht nicht – haben die meisten gesagt, wenn ich von meinen Ideen erzählt habe“, erzählt Lloyd von dem Feedback, das er oft bekommen hat. Doch irgendwie hat er immer geschafft, was er sich in den Kopf gesetzt hat.
Dank vieler guter Ideen, Durchhaltevermögen und der Fähigkeit, immer die richtigen Leute zusammen zu trommeln.
2005 konnte er bei der „Wildest Adventure Competition“ das Magazin Australian Geographic von seinem BioSUB Projekt überzeugen. Und tauchte damit zum ersten Mal in ein Unterwasserhaus ab. Über das Internet begleiteten ihn tausende Menschen aus aller Welt. Der Australian Geographic zeichnete ihn für diese Aktion zum „Adventurer of the Year“ aus.

Seit 2008 lebt Lloyd mit seiner deutsch-griechischen Frau Caroline Sarassitis in Griechenland. Zu Deutschland hat er einen sehr persönlichen Bezug, denn Lloyds „Schwieger-Oma“, die Großmutter seiner Frau, lebt im schwäbischen Balingen und ist eine wichtige Bezugsperson für ihn. Ihr Besuch während des Guinness World Records Versuchs™ ist fest eingeplant, zur Motivation hat sie Lloyd schon sein Lieblingsessen versprochen: Kartoffelsalat.
Wie Lloyd das alles schafft?
Lloyd ist ein echtes Energiebündel und kommt selten zur Ruhe. Unterwasserhaus, Antarktis-Expedition, Ultramarathon – ständig fallen ihm neue, spannende Sachen ein, die er noch machen könnte. Bei all seinen Aktionen geht es Lloyd um einen spannenden Mix aus Wissenschaft, Technik, viel Spaß und Abenteuer. Mit großer Leidenschaft erklärt er jedem Interessierten seine Projekte und freut sich, wenn er auch gerade junge Menschen begeistern und ihnen den Lebensraum unter Wasser näher bringen kann. Daher beteiligt sich Lloyd auch gerne an innovativen Schulprojekten. Zuletzt in Griechenland im Anschluss an einen Lehrauftrag an der Universität Athen. Ziel des Projektes war es, den Kindern den Schutz des Mittelmeers und seiner Bewohner näher zu bringen.

Wer so viele anstrengende Projekte umsetzt, muss sich fit halten. Und das tut Lloyd, indem er Marathon läuft. Damit wird nicht nur sein Bewegungsdrang gestillt, sondern es ist auch eine optimale Vorbereitung auf seine Projekte, bei denen er sich immer wieder in extreme Situationen begibt. „Eine Woche vor dem Start im LEGOLAND® ATLANTIS laufe ich noch den Marathon in Rom, dann ist die Sehnsucht nach dem Laufen in meinem Unterwasserhaus sicher nicht mehr ganz so ausgeprägt,“ hofft er.
Doch das reicht Lloyd noch lange nicht. Er hat sein Lauftraining für sein nächstes verrücktes Projekt intensiviert. Statt Marathon läuft er nun auch Ultratrails. Das sind Läufe über extrem lange Distanzen. Der Mont Blanc Ultratrail Race im August 2010 mit seinen 166 km und 9500 Höhenmetern steht schon auf seiner Liste. Was er dabei an Ausdauer gewinnt, will Lloyd in sein Projekt Life Amphibious stecken, ein neuartiges Fortbewegungsmittel unter Wasser.

Aber auch für den Guinness World Records™ Versuch im LEGOLAND® ATLANTIS kann es nicht schaden, wenn Lloyd topfit ist, denn um die größte Menge an Strom zu erradeln, die je unter Wasser erzeugt worden ist, muss er täglich mehrere Stunden in die Pedale treten.

